Wissenswertes

von Ihrem Kaminkehrer- und Schornsteinfeger Meister Ralf Gröbner

Die richtige Wahl des Anzünders

Jetzt in der kalten Jahreszeit haben Kamin- und Kachelöfen wieder Hochsaison. Dabei kommt es immer wieder zu Rauchbelästigungen und beißenden Gerüchen aus Schornsteinen. Denn nicht nur auf die richtige Wahl des Brennstoffes kommt es dabei an. Es ist mindestens genauso wichtig, dass der eingegebene Brennstoff schnell und sicher anbrennt und sich möglichst rasch ein prasselndes Feuer entwickeln kann.

Die Tage werden kürzer und draußen wird es wieder kälter. Da gibt es doch eigentlich nichts schöneres, als den Abend gemütlich vor dem Kamin mit seinen Liebsten zu verbringen.

Damit Sie diese Momente auch richtig genießen können gibt es einige nützliche Tipps, die Sie beachten sollten.

Ein sauber geputzter Schornstein ist nicht nur für den ungehinderten Abzug aller Rauchgase verantwortlich. Er sorgt außerdem dafür, dass dem Ofen genügend Verbrennungsluft für eine möglichst vollständige Verbrennung zugeführt wird.

Ist der Kaminquerschnitt oder das Rauchrohr stark verrußt, kann dies Folgen haben:

  • Verringerung der Heizleistung
  • Rauchentwicklung im Wohnzimmer wenn Brennstoff nachgelegt wird
  • Abgase können nicht mehr vollständig über den Kamin abziehen
  • Verrußen der Sichtscheibe
  • Bildung von Kohlenmonoxid durch unvollständige Verbrennung

Häuser in ökologischer Holzbauweise erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Bei Ihrer Errichtung ist dem Brandschutz erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Besondere Schutzmaßnahmen sind vor allem dann zu treffen, wenn eine Heizungsanlage oder ein Ofen im Nachhinein installiert werden soll. Das gilt in erster Linie, wenn der Kaminanschluss durch die Wand an einen Außenkamin erfolgt. In diesem Fall schafft eine zugelassene Wanddurchführung die höchste Sicherheit.

 

Lesen Sie hierzu mehr weiter unten auf dieser Seite.

NEU bei uns: Ökologische Anzünder

Ökologische Grillanzünder von Ralf Gröbner Schornsteinfeger

„Zeitungspapier ist zum anheizen ungeeignet“

Zeitungspapier verbrennt sehr schnell, ohne genügend Wärme zu entwickeln, die es benötigt, um den eingegebenen Brennstoff schnell zu entzünden.
Außerdem ist ein großer Nachteil die dabei entstehende Asche. Diese verhindert oft, dass dem Holz die nötige Verbrennungsluft zuströmen kann.
Anzünder aus Paraffin verbreiten im Wohnzimmer oft einen penetranten Geruch und brennen, vor allem wenn sie „frisch“ sind, schlecht an.
Auf flüssige Anzünder sollte aufgrund mehrerer Risiken (z.B. Vergiftungsgefahr bei Kleinkindern; Verpuffungsgefahr) generell verzichtet werden.

Die Alternative: Bio-Anzünder

Eine gute und günstige Alternative bieten natürliche Feueranzünder aus wachsgetränkter Holzwolle. Diese Anzünder sind geruchlos, schadstofffrei und haben eine hohe Brenndauer. Sie trocknen nicht aus und brennen ohne Rußentwicklung und Verbrennungsrückstände. Meist reicht schon 1 Anzünder aus, um bei einer Brenndauer von ca. 8-10 Minuten, ein Feuer zu entfachen.
Außer Holzwolle, Wachs und Baumharze sind keinerlei giftige Zusatzstoffe enthalten. Das macht dieses Naturprodukt zu einer sicheren Alternative für die ganze Familie. (Auch für geschlossene Räume). Diese Holzwolle Anzünder sind ca. 5 cm lang, haben einen Durchmesser von ca. 2,5 cm und sind bestens für Holzkohlegrills geeignet. Bei diesen Anzündern ist ein unverfälschter Grill-Genuss garantiert.
(Qualitätsprodukt in Deutschland hergestellt – natürliche Rohstoffe (Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern nach PEFC-Richtlinien zertifiziert 100% Kiefernholzwolle) – hoher Anteil an Kiefernharz und reinem Wachs (kein Recycling- oder Abfallwachs, ohne Farb- und Duftstoffe) – geruchlos und sauber = ökologisch – sicheres Entzünden von offenem Feuer, Grill, Kamin, Herd, Ofen und Holzofensaunen – brennstark und mit langer Brenndauer – gleichbleibende Form und Qualität (L= ca. 5 cm, Ø ca. 2,5 cm) – geeignet für alle holzbefeuerten Öfen, Kaminöfen, Kamine, Kachelöfen, Holzkohlegrill und Holzofensauna)

Schneller anheizen

Anders als früher gelernt, gibt es seit geraumer Zeit die neue Anfeuerungsmethode. Hier wird der Brennstoff von oben nach unten entzündet. Mit dieser Möglichkeit des Anzündens bringt man den Ofen schnell auf Temperatur. Eine störende Rauchentwicklung gehört der Vergangenheit an.

So funktioniert´s:

  1. Alle Verbrennungsluftschieber und evtl. eingebaute Drosselklappen im Rauchrohr öffnen
  2. Danach wird der Brennstoff eingelegt. Dabei legt man 2-3 größere Scheite unten in den Feuerraum.
  3. Darauf kommt der Anzünder. Über dem Anzünder werden noch mehrere kleinere Scheite quer darübergelegt.
  4. Nachdem alles vorbereitet ist, wird endlich angezündet und die Luftschieber nach Anleitung eingestellt.

Beim Betrieb der Feuerstätte ist immer auf ausreichend Verbrennungsluft zu achten.

Weitere Informationen zum richtigen Heinzen mit Holz finden Sie: http://www.richtigheizenmitholz.de/#/?a=anzuenden-von-oben

Der richtige Brennstoff

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Brennstoffen. Doch nicht alle sind für jede Feuerstätte geeignet.

Neben Braunkohlen gibt es auch Holzbriketts. Der Vorteil von Briketts ist eine länger anhaltende Wärme gerade in der sehr kalten Jahreszeit. Somit sind diese Ideal zum Nachlegen auf die heiße Glut.

Scheitholz weich oder hart? Ich würde sagen, Hauptsache es ist trocken. Ein richtig abgelagertes Holz hat idealerweise eine Restfeuchtigkeit zwischen 13 – 18%. Außerdem ist es wichtig, dass die Stücke für den Ofen nicht zu groß gesägt und schön aufgespalten sind.

Als Faustregel kann man sich merken: 1 Kg trockenes Holz hat einen Heizwert von ca. 4 KW.

Damit Sie ihre Feuerstätte nicht überfordern, legen Sie am besten nur die zulässige Menge Brennstoff nach. Das bedeutet z.B., dass Ihr 8 KW Kachelofen mit ca. 2 Kg Scheitholz gut ausgelastet ist.

Welche Brennstoffe sie in Ihrer Feuerstätte verheizen können, hängt von der Art des Ofens ab.

Falls Sie sich nicht sicher sind, nehmen sie einfach die Bedienungsanleitung des Herstellers zur Hand oder fragen Sie uns!

Eine rauchfreie Heizsaison wünscht Ihnen Kaminkehrermeister Ralf Gröbner

So klappt´s auch bei ´nem Holzhaus

Schornsteinfegermeister Wissenswertes für den Bau von Holzhäusern und deren Heizung
Schornsteinfegermeister Wissenswertes für den Bau von Holzhäusern und deren Heizung

Häuser in ökologischer Holzbauweise erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Bei Ihrer Errichtung ist dem Brandschutz erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Besondere Schutzmaßnahmen sind vor allem dann zu treffen, wenn eine Heizungsanlage oder ein Ofen im Nachhinein installiert werden soll. Das gilt in erster Linie, wenn der Kaminanschluss durch die Wand an einen Außenkamin erfolgt. In diesem Fall schafft eine zugelassene Wanddurchführung die höchste Sicherheit.

So eine Durchführung wird überall dort eingebaut, wo Rauchrohre durch brennbare Materialien geführt werden. Besonders sinnvoll ist diese auch bei Außendämmungen aus Styropor.

Durch neuartige Dämmstoffe (Bild: Glasfaser) wird eine höhere Dämmwirkung als bei herkömmlichen Materialien wie beispielsweise mineralischer  Steinwolle erreicht. Da diese Bauteile geprüft und zugelassen sind, kann der oftmals vorgeschriebene Abstand zu brennbaren Bauteilen von 200mm auf 80mm verringert werden.

Zur Installation wird ein Loch in die Holzwand geschnitten und anschließend die Wanddurchführung eingebaut und befestigt. Diese Durchführung gibt es von verschiedenen Herstellern in runder oder eckiger Bauweise.

Den Außenabschluss bildet eine Vermiculitplatte, die auch als Wärmeschutz und Strahlungsblende dient. Diese kann dann verputzt werden oder es wird ein Abschluss aus Edelstahl um das Rohr gelegt.

Alle zugelassenen Wand-, Decken oder Dachdurchführungen sind vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (DIBt) geprüft und bieten ein Höchstmaß an Sicherheit.

Planen Sie auch ein solches Projekt? Dann berate ich Sie gerne vorab.